Wer früher stirbt, ist länger tot

Filmlocation Reiseführer

 

 

Wer die Drehorte dieses Geniestreiches einmal selber besuchen will.....
 

Was ist wo ??
 

 

Kandler - Wirt

Oberbiberg

Dorfplatz

Grainbach

 

Alfred´s Radiostudio

Wendelstein

Danninger Weiher

Kleinhartpenning

 

Treppe zum Friedhof
Perchten im Wald

Ruhpolding

Geburtstagsparty,
Plakatmotiv & rasende Oma

Piesenkam

 

Jüngstes Gericht

Garching

Krankenhaus

Oberaudorf

 

Schule & Friedhof

Brannenburg

Wasserfall

Grattenbach

 

Gitarrenkauf

München

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine unsterbliche Komödie - Stimmt !! Denn mit diesem fulminanten Debütknaller hat sich
Marcus H. Rosenmüller schon jetzt unsterblich gemacht.....

Kurzum: Der bayerische Kultfilm ! Mit diesem Überraschungshit war das Kinojahr 2006 gerettet !!
Auch wenn das Wort “Kultfilm” zztl. durch inflationäre Verwendung oft Misstrauen beim Konsumenten hervorruft, hier passt der Begriff wirklich hin !!!
Denn der Film wurde vom Publikum zu einem solchen gemacht, und nicht durch die Fuzzys aus der Werbeabteilung eines Filmverleihes bereits im Vorfeld der Veröffentlichung zu einem ebensolchen hochstilisiert.

Abseits der gnadenlos durchkalkulierten und dementsprechend seelenlosen Blockbuster von jenseits des großen Teiches, die nur noch als Geldmaschinen konzipiert werden,
liegt hier ein Film mit Humor, Herz und Hirn vor, den sich jeder ansehen sollte, der noch nicht vom ganzen Mainstream-Müll abgestumpft ist.

Ein kleiner lokal orientierter Film, der schon auf dem Münchener Filmfest 2006 das Publikum begeisterte.
Ohne grosses Werbetrara gestartet, überwiegend im (Süd-) bayerischen Raum gezeigt,
um sich dann monatelang mit erstaunlich stabilen Zuschauerzahlen hartknäckig sogar in den
Kino-Top-Ten zu halten !!
Und zwar fast ausschliesslich durch Mundpropaganda....
Ein Phänomen, daß man schlicht als ”Sleeper-Hit” bezeichnet, und das zztl. (leider) selten geworden ist.

Aber hier paßt einfach alles: Die Geschichte vom 11-jährigen Sebastian, einem Lausbuben mit ansehlichem
Sündenregister, dem von seinem älteren Bruder eingeredet wird, er sei Schuld am Tod seiner Mutter.
Und daß seine zahlreichen Sünden eine Verurteilung durch das Jüngste Gericht mit anschließendem Fegefeuer nach sich ziehen werden.

Sebastians Versuche, diese vermeintliche ”Schuld” abzutragen; bzw. ”Unsterblichkeit” zu erlangen, um dem
Jüngsten Gericht zu entkommen -- und als Wiedergutmachung seinen Vater zu verkuppeln, enden üblicherweise in Situationen, die schlichtweg zum Kugeln sind !!!

Tückischerweise entpuppen sich die meist wortwörtlich umgesetzten “Tips” vom Pfarrer, der Schulfreundin, und vor allem der Stammtischbrüder als eher kontraproduktiv.......

Die Verquickung schlitzohriger Hallodris, einem pfiffig ausgeklügeltem Drehbuch, schöner oberbayerischer Landschaft, einem klasse Soundtrack, (Alp-) Träumen vom ”Jüngsten Gericht” und einer Liebesgeschichte ist hier in einer Form gelungen, wie man es lange nicht mehr gesehen hat !!

Das Ganze leicht und locker inszeniert, witzig, manchmal mit stillen, subtilen und nachdenklichen
Sequenzen garniert, die den Streifen sauber abrunden.
Und a bisserl makaber, morbid & gschert darf´s auch sein.....

Sinnigerweise liegt die DVD-Veröffentlichung mit hochdeutschen Untertiteln (!) vor, damit auch die des bayerischen Zungenschlages nicht mächtigen Kulturkreise auch ihren Spaß haben.

 

Die Liste der Filmlocations erhebt natürlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit, Ergänzungshinweise für den einen oder anderen Drehort werden gerne entgegengenommen:
Falls jemand weiß, wo sich z.B. wo man das Haus der Dorstreiter´s findet, wäre ich für einen Tip sehr dankbar

 

 

 

 

 

    

Offizielle Filmseite          

IMDB      

DVD

Gibt´s auch als DVD-Sonderedition
mit Soundtrack + Sprachführer

Soundtrack CD

Maxi CD

Fansite zu Maximilian Brückner

 

einige Videos

Open - Air Kino: München, Königsplatz

 

 

 

 

 

In die Kinos kam der Film am 17. 8. 2006; die DVD wurde am 8. 3. 2007 veröffentlicht;
und die Premiere im Free-TV war am 1. 11. 2008 (Allerheiligen, wie passend...!) im Ersten.
Mit hochdeutschen Untertiteln auf Tafel 150.
Der Südi aus Überzeugung nimmt´s huldvoll zur Kenntnis.....

.... und am 8. Tage schuf der Herrgott die Dialekte.
Er veranstaltete eine Verlosung, um diese unter den Völkern der Erde gerecht zu verteilen.
Doch er stellte mit Erschrecken fest, daß er einen Dialekt zu wenig geschaffen hatte,
und die Bajuwaren leer ausgegangen waren.
Und weil die Bayern gar so traurig gschaut haben, hat der liebe Gott gesagt:
“Jo mei, Deandl und Buam, dann red´s hoit so wia I”

 

 

 

 

 

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