Spiegelauer Waldbahn

das Streckennetz der Waldbahn in Spiegelau heute -- eine Spurensuche

 

Die Spiegelauer Waldbahn wurde zwar bereits Ende der 50er Jahre völlig abgebaut,
trotzdem findet man heute noch zahlreiche Spuren des ehemals größten Waldbahnbetriebes in West- und Mitteleuropa.

Ein umfangreiches Streckennetz, daß in seinen besten Zeiten knapp 100 km umfaßte,
und auf fast 1000m Seehöhe emporkletterte - inclusive Gleisdreiecke und Wendeschleife.

Dem Interessierten an dieser Bahn sei das Buch “Die Spiegelauer Waldbahn”,
erschienen im
Ohetaler Verlag ans Herz gelegt. ( ISBN 3-937067-14-0 )

Zur Geschichte der Spiegelauer Waldbahn

 

Übersichtskarte Kernnetz ( bis zur  Graupsäge )
Die Bezeichnungen der Streckenabschnitte und deren Nummerierung
wurde mit freundlicher Genehmigung dem oben genannten Buch entnommen.
Detaillierte Streckenbeschreibung mit zahlreichen Fotos unter der jeweiligen Streckennummer
zu einer Detailkarte

6.8  Wagensonn6.5  Schneiderbach6.7  Klingenbrunner Straße6.4  Klingenbrunn Bahnhof6.3  Rachel6.29  Föhraubach6.6  Scheerhütte6.10  Waldhüttenbach6.2  Schwarzachebene6.9  Lotzerbach6.24  Bahnhof SpiegelauHauptstrecke  Abschnitt Spiegelau - Graupsäge6.21  Hammerwald6.19 Neubruck6.20  Filzwald6.11  Seebach6.18  Kohlstatthäng6.22 Aubuchet + 6.23 Schachtenbach6.11  Seebach6.17  Tiefe Seige6.16  Diensthütte6.28  Brandfleck6.12 Föhrau + Nebengleise6.22 Aubuchet + 6.23 Schachtenbach



Übersichtskarte II ( östlich der Graupsäge )
Hauptstrecke  Abschnitt Graupsäge - Mauth6.27  Reschwasser6.25  Sagwasser

1    Hauptstrecke Spiegelau-Mauth

11 Seebach

20 Filzwald

2    Schwarzachebene

12 - 15  Föhrau + Nebengleise

21 Hammerwald

3    Rachel

16 Diensthütte

22 Aubuchet

4    Klingenbrunn Bahnhof

17 Tiefe Seige

23 Schachtenbach

5    Schneiderbach

18 Kohlstatthäng

24 Waldbahnhof Spiegelau

6    Scheerhütte

19 Neubruck

25 Sagwasser

7    Klingenbrunner Strasse

 

26 Kleine Ohe

8    Wagensonn

 

27 Reschbach

9    Lotzerbach

 

28 Brandfleck

10 Waldhüttenbach

 

29 Föhraubach

 

 

31 Glashütte

 

Zwieselauer Waldbahn

 

 

Viele Trassenstücke dieser 600mm Waldbahn dienen heute als Wanderweg / Forstweg u.ä.
Teilweise lassen sie sich bequem im Stundentakt mit den
Igel-Bussen erkunden.

An dieser Stelle will ich nur kurz den oft gehörten Irrtum ausräumen, diese Waldbahn bestand aus banal in den Wald geworfenen Gleisstücken.
Hier handelte es sich um eine nach allen Regeln der Kunst solide gebaute Eisenbahn.

Allerdings liegen fast alle Strecken der Spiegelauer Waldbahn heute im Nationalpark Bayerischer Wald; teils auch im sog. Kerngebiet.
Im und um den Nationalpark existiert zwar eine gute touristische Infrastruktur, die Zugänglichkeit von Streckenteilen,
auf denen kein (Fahr-) Weg angelegt wurde, ist jedoch inzwischen oft nur erschwert, wenn nicht sogar praktisch unmöglich.

Im Nationalpark wird keine Forstwirtschaft mehr betrieben, alles bleibt dem Lauf der Natur überlassen; und so ist in den letzten
beiden Jahrzehnten wieder ein Urwald entstanden, der mit den aufgeräumten Fortstamtswäldern herzlich wenig gemeinsam hat.


Wenn auf den folgenden Seiten ein Windwurf erwähnt wird, sieht es dort üblicherweise so aus...

Windwürfe und der Borkenkäfer haben viele Bereiche in ein Gewirr umgestürzter Bäume verwandelt,
von deren Begehung dringend abgeraten werden muß.

Nur im Grenzbereich des Nationalparkes wird eine gewisse Forstpflege betrieben, um die angrenzenden Wälder vor dem Borkenkäferbefall zu schützen.
Im sogenannten Kernbereich besteht zudem ein Betretungsverbot, nur auf ausgewiesenen Wegen ist das Betreten erlaubt.
Auch diverse (Fahr-) wege der Nationalparkverwaltung dürfen vom 1.7. bis 15.11. benutzt werden.
Das sind die einzigen Möglichkeiten, vernünftig vorwärtszukommen, denn diese Wege werden auch freigehalten;
frei durch die Wälder laufende Trassenstücke sind oft schwierig zu begehen.
 

Empfohlene Landkarten: Topographische Karte 1: 25000 des Bayerischen Landesvermessungsamtes
( Sortiert nach Wichtigkeit )

Blatt: 7046 Spiegelau -- 7045 Frauenau -- 7147 Freyung -- 7047 Finsterau -- 7146 Grafenau

 

Vor etlichen Jahren hatte ich mir Kopien topografischer Karten von 1957 anfertigen lassen, die oftmals hilfreich waren.
Schon damals fehlten einige kurze Streckenstücke - zztl. ist die Übertragung des Streckenverlaufes durch den Straßenbau
der folgenden Jahrzehnte manchmal nicht einfach. Zudem sind die Kopien in s/w -- und dort aus Höhenlinien, Bächen, Waldwegen u.ä.
die ebenfalls nur als dünne Linie eingezeichnete Waldbahn herauszudestillieren, war manchmal nur mit Hilfe einer Lupe zu machen...

Eine interessante Quelle für die Spurensuche ist das Google Luftbild;
hier als Beispiel das Geländes nordöstlich des Bahnhofes Klingenbrunn mit der markanten “U” Schleife.
Man mag es kaum glauben, aber viele Trassenstücke - nicht nur der Spiegelauer Waldbahn - lassen sich auch heute noch
problemlos aus der Allperspektive erkennen.

 


Dem einen oder anderen vierpfötigen Streckenwanderer begegnet man auch.....

 

.... und zuletzt kann ich Ihnen eine geradezu sensationelle Entdeckung präsentieren:
Entgegen der allgemeinen Meinung gab es bei der Spiegelauer Waldbahn sogar ein ortsfestes Formsignal !!
Natürlich in einer der Waldbahn angepaßten, eigenwilligen Bauform.
Beim Personal war das Signal recht unbeliebt, da das Verstellen nur mit hohem Aufwand möglich war.....
Vorgeschriebene Farbe: RAL 3001 - Signalrot  :-))

 

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